Wir alle kennen sie und wir alle haben sie.
Einige sind amüsant, andere gut etabliert und manche fast schon automatisiert oder zwanghaft. Unsere erworbenen und vertrauten Gewohnheiten.
Die sieben Zwerge im Märchen Schneewittchen haben es gut auf den Punkt gebracht. Und spätesten hier entdecken wir unser innewohnendes Gewohnheitstier, dass auf merkbare Veränderungen reagiert und fragt: Wer hat von meinem Tellerchen gegessen? Wer hat aus meinem Becherchen getrunken und wer hat auf meinem Stühlchen gesessen?
Viele Menschen haben einen festen Sitzplatz am Esstisch, eine heilige Lieblingstasse oder Besitztum-Ansprüche auf diverse Dinge.
Weitere Gewohnheitsrituale erkennen wir an unserer täglichen Routine: mit der Zahnbürste im Mund durch die Wohnung spazieren, den ersten Kaffee am Morgen und den gleichen Wegstrecken, die wir zurücklegen, beispielsweise zur Arbeit.
Unser Belohnungssystem im Gehirn schaltet sich an, wenn es um das Stück Schokolade oder Kuchen am Nachmittag geht, sowie das ein oder andere Gläschen Wein am Abend legitim werden. Da werden dann verschiedene Glückshormone ausgeschüttet.
Als Energetikerin und Bewusstseinstrainerin lese ich neben den kosmischen und irdischen Energiefeldern, auch das menschliche Feld. Mit all seinen Konditionierungen, Programmierungen, Glaubenssätzen und Mustern, die unsere wahre Seelenessenz überlagern.
Unsere Gewohnheiten, fungieren wie in uns angelegte Programme und diese haben eine enorme Wirkkraft in unserem Leben.
„Wir sind das, was wir wiederholt tun.“ Gewohnheiten sind gleichartige Wiederholungen, die ein Verhaltensmuster bilden. Sie laufen ohne unsere Aufmerksamkeit und bewusste Entscheidung ab.
Der Autopilot ist eingeschaltet und unser bewusstes Sein befindet sich im Standby-Modus. Damit erkannte schon der Philosoph Aristoteles die schicksalshafte Macht der Gewohnheiten. Sie prägen unsere Identität, denn sie machen uns zu dem Menschen, der wir sind.
Erledigen wir wichtige Dinge sofort, oder schieben wir sie vor uns her? Wie behandeln wir unseren Körper? Wie sehr hören wir auf den Ruf unserer Seele? Wie ist die Qualität unserer Begegnungen mit anderen Menschen?
Gewohnheiten geben nicht nur Auskunft über unsere Gesundheit, Fitness und unseren Erfolg, sondern vor allem über unsere Persönlichkeit. Denn neben den motorischen Abhandlungen gibt es auch prägende Denk- und Gefühlsgewohnheiten.
Nietzsche fasste es in dem Satz, Gewohnheiten sind die Fingerabdrücke des Charakters, gut zusammen.
Schlechte Angewohnheiten halten uns in einer Blase gefangen, während positive Gewohnheiten uns unterstützen, die eigenen Grenzen ausdehnen zu können. Jeden Tag treffen wir Millionen von kleinen Entscheidungen. Machen wir uns bewusst, dass fast 50 % unserer täglichen Handlungen auf Gewohnheiten zurück gehen, die vom Unterbewusstsein gesteuert werden. Das allein ist schon eine bemerkenswerte Erkenntnis. Nahezu jede zweite Handlung in unserem Tag ist somit von unbewusster Natur. Es brennt also Licht im Oberstübchen, doch es ist keiner zuhause.
Sich den eigenen Gewohnheiten bewusst zu werden ist grundlegend für unser Glück, den Erfolg und die Fülle in unserem Leben.
„Die Qualität deines Lebens ist die Summe deiner Gewohnheiten.“
Unsere Gewohnheiten formen uns – doch wie können wir unsere Gewohnheiten formen? Hierfür ist notwendig zu wissen, wie Gewohnheiten entstehen.
Alles ist Energie, die lediglich ihren Zustand ändert! Somit wird alles, was wir denken, tun und über unsere Sinnesorgane aufnehmen gespeichert.
Ob sich ein Programm bzw. eine Gewohnheit entwickelt, hängt von zwei Faktoren ab:
· der Anzahl der Wiederholungen
· und / oder der Höhe der Gefühlsintensität.
Hattest du beispielsweise ein hoch emotionales Erlebnis wie den ersten und intensivsten Kuss. Dann erinnerst du dich noch Jahrzehnte später an den Namen des Küssers, weißt womöglich was derjenige anhatte, wo es stattfand und wie es sich für dich angefühlt hat.
Du wirst immer wieder die gleichen Sätze sprechen, wenn du von diesem Erlebnis erzählst. Die Höhe der Gefühlsintensität hat die Gewohnheit deines Denkens und Fühlens geprägt. Spricht jemand mit dir über seinen ersten Kuss, wirst du dabei ein liebevolles und schönes Gefühl in dir tragen, da du es für dich so abgespeichert hast.
Mit einem negativen Erlebnis ist es ähnlich, es wirkt sich auf dein Fühlen und Handeln aus.
Es gibt auch kollektive Erlebnisse, die in unserem Gedächtnis eingebrannt sind. Ziemlich jeder Mensch hat die bildhafte Information zu 9/11 noch heute präsent. Die Bekanntgabe zum Fall der Mauer 1989 oder auch der Tod von Prinzessin Lady Di 1996 gingen emotional tief und wurden ebenso abgespeichert. Durch die Höhe der Gefühlsintensität können sich viele noch genau erinnern, wo sie sich zu diesem Zeitpunkt befanden und was sie dort gemacht haben.
Bei Wiederholungen, die zu Gewohnheiten werden, geht es auch um das Erlernen bestimmter Fähigkeiten: Lesen, Schreiben, Rechnen, Fahrradfahren, Instrumente spielen, Tänze einstudieren, Sportarten kultivieren u.v.m.
Auch können wir es mit unseren ersten Schreibversuchen gut nachvollziehen. So sahen die ersten Buchstaben krakelig aus und waren weit entfernt von der akkuraten Schönschrift. Doch mit der Zeit und vielen Wiederholungen wurde das Schriftbild immer leserlicher.
Dies sind unter anderem Gewohnheiten, die uns durchs Leben steuern und sinnvoll sind. Sie strukturieren unseren Alltag, geben Sicherheit und ein stabiles Fundament. Vor allem sind wir durch sie in der Komplexität der Welt erst überlebensfähig. Unser Gehirn wäre ohne Automatismen an der Flut von Reizen und Situationen stark überfordert.
Doch was ist mit den uns blockierenden oder wachstumshemmenden Gewohnheiten? Die erste Zigarette oder das erste alkoholische Getränk hat niemandem tatsächlich auf Anhieb geschmeckt. Doch dies konnte sich bei einigen Menschen zu einer Gewohnheit entwickeln. Die Couchpotatos füttern den inneren Schweinehund lieber als mit ihm Gassi zu gehen. Vor allem dann, wenn es nass und kalt draußen ist.
Jede Veränderung in unserem Menschsein erfolgt durch eine Erkenntnis, die getroffene Entscheidung es verändern zu wollen und schlussendlich die Handlung. Wir dürfen vom Wollen ins Tun kommen.
Was die größte Herausforderung dabei ist und gleichzeitig eine absolute Notwendigkeit: Wir dürfen die kuschelige Komfortzone verlassen, denn in dieser wächst alles Mögliche – nur wir selbst nicht!
„Wer immer das gleiche tut, kann nicht mit anderen Resultaten rechnen“. Wie auch?
Gewohnheiten zu ändern ist ein Prozess. Es geht nicht von heute auf morgen, doch mit Disziplin und einem Ziel vor Augen, können wir Stück für Stück die Alltagsblase abstreifen und neue Handlungsmuster in unser Leben einbauen. Wir können im ersten Schritt unsere Gewohnheiten beobachten und sie als solche identifizieren. Einige werden uns zum Schmunzeln bringen, andere können uns irritieren oder sogar überraschen. Interessant ist, ebenso die Gefühle zu registrieren, die sie in uns auslösen.
10 Gewohnheiten, die Dein Leben positiv verändern werden:
1. Beginne Deinen Tag mit Dankesfülle und Segen: Fühle gleich morgens, beim ersten Augenaufschlag in Dich hinein und zähle auf, für was du dankerfüllt bist. Segne die Menschen, Ereignisse und Deine Tagesabläufe.
2. Living is giving: Überlege Dir eine liebevolle Geste für einen Menschen in Deinem Leben. Frage Dich jeden Tag, was du der Welt schenken kannst. Was kannst du geben? Wo kannst du Unterstützung anbieten?
3. Lächle Dich durch den Tag. Sobald die Mundwinkel nach oben gehen, erhalten die Gehirnrezeptoren das Signal: Dieser Mensch ist glücklich!
4. Umarme Deine Schattenseite. Du bist wie du bist. Vielleicht nicht perfekt, doch authentisch und wahrhaftig. Verleugne die Anteile in Dir nicht, die noch ins Licht streben. Unterstütze Dich selbst.
5. Klarheit ist ein bedeutender Schlüssel: Was möchtest Du im Leben? Wo möchtest Du sein? Wie möchtest du Leben? Mach dir ein Vision-Board und verbinde Dich mit dem Gefühl – Deine Träume, Ziele und Visionen sind bereits auf dem Weg zu Dir oder schon erfüllt.
6. Heile Dich selbst durch Vergebung: Vergebungsarbeit hilft Dir alten Kummer, Schmerz und groll freizugeben. Vergib auch Dir deine bewussten oder unbewussten Gefühle, Gedanken und Taten.
7. Körperliche Gesundheit /Bewegung: Dein menschlicher Körper beherbergt Deine Seele. Je gesünder, agiler und ausgeruhter Du bist, desto mehr Energie hast Du für spirituelle Aktivitäten.
8. Liebe so viel du kannst: Raus aus dem Verstand, der konditioniert ist zu bewerten, zu urteilen und zu beurteilen. Kategorisiere nicht. Sehe Dinge mit der Weisheit des Herzens. Und vor allem: Liebe Dich selbst!
9. Selbstverantwortung: Bist du Mitspieler oder bewusster Schöpfer? Wirst du vom Leben gelebt oder lebst du dein Leben in deiner Hauptrolle?
10. Reflektiere Deinen Tag: Was waren die Erfolgserlebnisse? Was hat besonders viel Freude und Spaß gemacht? Worauf bist du Stolz?
Das Universum weitet sich für dich, wenn du dich ausdehnen willst, genauso wie es sich für dich zusammenzieht, wenn du nach Enge fragst.
Du kannst gleichermaßen dein Glück oder Unglück sein. Du bist der Schöpfer deiner Realität. Das Universum reagiert präzise auf deine Anweisungen.
Da ist sonst niemand. Niemand möchte dich bestrafen, genauso wie niemand dich belohnen will. Niemand der dich klein halten will. Niemand der dich rettet und niemand der dich im Stich lässt.
Da ist niemand der dein Leben bestimmt. Außer DIR selbst.
Übernehme die Verantwortung für dein Handeln, mache dir bewusst, welche bedeutungsvolle Auswirkung neue Gewohnheiten für deine Lebensqualität bedeuten können und gehe deine Träume fangen.
Von Herz zu Herz
Ivi